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Kultur - Gaisinger Heimatlied

Gais  

"Gais gehört ... zu den wenigen glücklichen Dörfern, die ein eigenes Heimatlied besitzen." 
So schreibt Kandidus Weitlaner, Kooperator in Gais, in einer Vorbemerkung zum Text des
Heimatliedes, das Pfarrer Anton Hopfgartner am 3. Oktober 1944 verfasst hat.

Ich weiß ein Dorf, gar lieb und traut,
Am stillen Lauf der Ahr,
Ins weite Tal hineingebaut:
Das lieb' ich immerdar.
Rings der Erlen Grün
Und der Felder Pracht!
Kommt's mir in den Sinn, Herz und Aug' mir lacht.

[:'s ist die Heimat mein,
Die ich lieb' so heiß,
's ist mein Sonnenschein,
Mein liebes Gais:]

Die Sonne grüßt vom Kehlburgschloss
Am Morgen froh ins Tal;
Es thront - ein Ritter hoch zu Ross -
Auf tannumrauschtem Wall.
Und vom West geschwind
Grüßt auch Burg Neuhaus,
Wie ein Märchenkind
Lieblich überaus.

[:'s ist die Heimat mein,
Die ich lieb' so heiß,
's ist mein Sonnenschein,
Mein liebes Gais:]

Der Löffler und der Keilbachspitz
Im hellen Firnenschnee,
Der Peitler ragt im Sonnenblitz
Rotleuchtend in die Höh'.
Rings der Wunderblick,
In der Mitte drin
Liegt das Erdenstück,
Wo ich geboren bin:

[:'s ist die Heimat mein,
Die ich lieb' so heiß,
's ist mein Sonnenschein,
Mein liebes Gais:]

Und mitten in der Heimat mein
Ein Gotteshaus so schön,
Ein Turm so schlank und frei und fein,
Er ragt zu Himmelshöh'n.
Glocken hell und rein,
Stimmt mit froher Weis',
Stimmet jubelnd ein
In der Heimat Preis:

[:'s ist die Heimat mein,
Die ich lieb' so heiß,
's ist mein Sonnenschein,
Mein liebes Gais:]